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anilinleder
anilinleder sind leder die mit  wasserlöslichen anilinfarbstoffen,die aus steinkohleteer gewonnen werden ,durchgefärbt werden. da ein pigment oder deckfarbenaufstrich fehlt, ist die hautstruktur deutlich zu erkennen. anilinfarben färben transparent. sie verdecken nichts. anilinfarben erhalten dem leder am meisten seine natürlichen eigenschaften. es bleibt angenehm weich und griffig. anilingefärbtes leder ist aber auch empfindlicher als z.b. chromgegerbtes leder.
appretieren
unter appretieren versteht man das auftragen bestimmter glanz- oder schutzschichten auf der narben- oder fleischseite des leders. die zielsetzung besteht darin, dem leder dadurch glanz, geschmeidigkeit und eine helle, glatte fleischseite zu verleihen. man unterscheidet fett-, harz- und wachs-, schleim- und eiweißappreturen.
äschern
durch diesen arbeitsprozeß werden durch die wirkung der äscherchemikalien haare und oberhaut zerstört oder soweit gelockert, dass sie leicht mechanisch entfernt werden können. die haut wird für die gerbung vorbereitet. zu diesem zweck wird das hautmaterial dem einfluß von laugen ausgesetzt, die die haarlockerung, entferung der oberhaut und eine mehr oder weniger starke schwellung des fasergefüges sowie eine quellung des hautfettes herbeiführen. das gebräuchlichste mittel für diesen arbeitsprozeß ist kalk, allerdings erreicht man damit allein für die meisten lederarten nicht den gewünschten effekt, so daß sich eine mitverwendung von schwefelnatrium als „anschärfungsmittel“ mit gutem erfolg eingeführt hat. das „äschern“ legt bereits die späteren eigenschaften des fertigleders fest. je weicher das zu erzeugende leder sein soll, um so stärker muß das äschern das hautfasergefüge lockern und desto geringer darf dessen schwellung sein. man erhält auf diese weise eine sogenannte „blöße“. nachdem die blöße gut gespült ist, wird sie “entfleischt“, d. h. gelöste haare, fleischreste und teile der unterhaut werden entfernt.